Unter den 33 Empfehlungen der Rentenkommission der Bundesregierung versteckt sich eine Mehrbelastung, die geeignet ist, Millionen Arbeitsplätze zu vernichten: die weitgehende Abschaffung des Minijobs. Ziel ist offiziell, Beschäftigte durch den Übergang in reguläre Beschäftigungsverhältnisse stärker zur Finanzierung der Finanzierungslücke in der Rentenkasse heranzuziehen, indem sie Sozialabgaben entrichten.
Politisch wird die Maßnahme vonseiten der Koalition gern auch als Schutz für die Beschäftigten selbst dargestellt. Doch die Maßnahme dient vor allem dem System, nicht dem Menschen. Die Abschaffung der Minijobs würde nicht nur die Rentenkasse stabilisieren, sondern könnte zugleich das Nettoeinkommen von Hunderttausenden Beschäftigten reduzieren und Wirtschaftsbranchen wie den ohnehin unter Druck stehenden Einzelhandel in existenzielle Schwierigkeiten bringen. Außerdem könnte die Schwarzarbeit zunehmen. Die Kritik aus der Wirtschaft fällt entsprechend deutlich aus.
Wie bereits vor der Präsentation des Reformprogramms durchgesickert war, empfiehlt die Kommission, geringfügige Beschäftigung – also Minijobs – künftig grundsätzlich nur noch für Schüler, Studenten und Rentner zuzulassen. Alle übrigen Minijobber, aktuell fast sieben Millionen Menschen, würden in die reguläre Sozialversicherungspflicht einbezogen.
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