Berechenbar sind die meisten deutschen Medien – in ihrem Hass auf US-Präsident Donald Trump, ihrer Abneigung gegen Israel, ihrem Mitgefühl für Gesetzesbrecher und Islamisten. Im Spiegel und in der FAZ wird ausführlich begründet, warum bloße Drohungen der Ayatollahs, Israel von der Karte auszulöschen, „völkerrechtlich“ dem jüdischen Staat noch lange nicht das Recht für einen Präventivschlag geben.
Einige Medien suggerieren gravierende Konflikte zwischen Trump und Israels Premier Benjamin Netanjahu – dabei spricht sehr vieles für eine enge Zusammenarbeit. Auch die Umstände des israelischen Waffengangs gegen die Gotteskrieger in Iran scheinen zu belegen, wie verlässlich der oft schwadronierende, selbstverliebte Trump im Grunde ist.
Erstaunlich verständnisvoll und maßvoll äußern sich deutsche Politiker über Israels Militärschlag, auch wenn viele in ihren Formulierungen die „Konfliktparteien“ gleichsetzen und weltfremd die unselige Warnung vor einer „Eskalation“ aussprechen. In Deutschland giften vor allem AfD und Linke gegen Jerusalem. Allerdings wird auch in den USA Israels Angriff heftig kritisiert – sogar im Lager Trumps.
Machtgierig, unzuverlässig, erratisch, irrational und prinzipienlos wird der 47. Präsident der USA beschrieben. Dabei scheinen die Entwicklungen im russisch-ukrainischen Krieg und im Nahen Osten eher die Prinzipientreue und Verlässlichkeit Trumps zu belegen. Entgegen all den hysterischen Kommentaren europäischer Politiker und Medien seit Trumps Amtsantritt im Januar über seinen angeblichen „Verrat“ an der Ukraine, wird Kiew weiter massiv von den USA militärisch unterstützt.
Von der angeblichen „Freundschaft“ zu Russlands Staatschef Wladimir Putin ist inzwischen nicht mehr viel zu hören. Es scheint auch schwer vorstellbar, dass der spektakuläre und erfolgreiche Angriff der ukrainischen Streitkräfte auf Ziele tief im russischen Territorium Anfang Juni ohne Kenntnis und indirekte Unterstützung des Pentagons erfolgt ist.
Sogar die jüngsten Ereignisse nach den gewalttätigen Ausschreitungen bei den Protesten in Los Angelos gegen die neue Migrationspolitik werden von vielen Medien – auch in den USA – einzig und allein als Versuch Trumps interpretiert, Rechtsstaat und Demokratie in den USA zu beseitigen.
Der Einsatz der Nationalgarde und der Marines ist diesem Narrativ zufolge nur ein „Austesten“ der Möglichkeiten; Trump strebe letztendlich die „unkontrollierte Macht“ an, unkte der ZDF-Korrespondent. Die Tagesschau sprach von „Trumps kalkulierter Provokation“, um „friedliche Proteste“ auszunutzen und „bürgerkriegsähnliche Bilder“ produzieren zu können.
In der bekannt tendenziösen Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien über die angeblich „unmenschliche Politik“ des Präsidenten kommt kaum jemand zu Wort, der bei den Vorgängen in Kalifornien vor allem das Bemühen Trumps sieht, auch in der Einwanderungspolitik, dem Kampf gegen Drogenbanden und Illegale seine Wahlversprechen wirklich umzusetzen.
Dabei könnten Trumps zuweilen unausgereifte Pläne zur Umsetzung der politischen Ziele sowie Hektik, Aktionismus und Borniertheit der Akteure vor Ort tatsächlich viel Schaden anrichten und kontraproduktiv sein; allerdings lässt sich kaum bestreiten, dass Trump durchaus berechenbar und rational vorgeht.
Insbesondere in der Außenpolitik erweist er sich – wie schon in seiner ersten Amtszeit (2017 bis 2021) – vor allem als Realpolitiker, dessen großspurige Worte zwar häufig viel Verwirrung stiften, seine Taten aber überwiegend nüchtern, fast bedächtig und defensiv geprägt sind. Dagegen ist die Berichterstattung über Trump in den meisten Medien in Europa und auch in den USA sehr oft hochemotional, moralisierend aufgeladen und stark ideologisiert.
Trump scheint, wenn es darauf ankommt, sehr wohl zu wissen, wer Freund und wer Feind ist; nicht nur seine außenpolitische Grundsatzrede in Riad Mitte Mai ist geprägt von klaren strategischen Zielen. Dies ist auch bei dem – mit Sicherheit seit Jahren vorbereiteten und seit Monaten geplanten – Militärschlag Israels gegen Iran deutlich geworden. Denn ohne eine enge Absprache mit dem Weißen Haus lassen sich die enorm folgenreichen, wahrlich historischen Entscheidungen von der Regierung Netanjahus zu der risikoreichen Operation „Rising Lion“ kaum vorstellen.
Israels Premier vertraute Trumps Versicherungen seit vielen Jahren, dass alles getan werden müsse, um Teheran am Bau einer Atombombe zu hindern. Als Trump in seiner ersten Amtszeit das internationale Nuklearabkommen mit Iran einseitig kündigte, war die Erleichterung in Jerusalem riesig; denn der Vertrag, dem die Europäer noch immer nachtrauern, konnte die atomaren Anstrengungen Teherans höchstens abbremsen, zudem hatte Iran damals nachweislich gegen das Abkommen verstoßen.
Trump ist – trotz mancher Meinungsverschiedenheiten mit Netanjahu – stets seiner prinzipiell pro-israelischen Politik treu geblieben: Er verlegte 2017 die US-Botschaft nach Jerusalem und erkannte die Annexion der Golanhöhen als israelisches Staatsgebiet an.
Der US-Präsident hat seine klare, illusionslose Linie gegen die Gotteskrieger in Teheran, die massiv Terrororganisationen in aller Welt unterstützen und finanzieren, trotz aller Verhandlungsangebote nie verlassen. Trump war laut israelischen und amerikanischen Medien selbstverständlich in die Pläne für einen israelischen Angriff involviert, er habe sogar erheblich dazu beigetragen, Teheran zu verwirren und in trügerischer Sicherheit vor einem überraschenden Militärschlag zu wiegen.
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