Die französische EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat Deutschland vor dem wirtschaftlichen Niedergang gewarnt und eine hohe Inflation bis Ende 2028 vorhergesagt. Im Interview mit dem ZDF beteuerte sie nach der späten Erhöhung der Leitzinsen am Donnerstag (Apollo News berichtete) aus der Inflationswelle von 2022 gelernt zu haben und wies den Vorwurf der Untätigkeit zurück. Damals waren die Preise binnen eines Jahres in Deutschland um über acht Prozent gestiegen.
Die Preisentwicklung werde in nächster Zeit noch schlimmer werden, führte Lagarde aus. Bis Ende dieses Jahres erwartet die EZB weiter steigende Inflationsraten – die Preissteigerung beschleunigt sich. Erst Ende 2028 soll beim gegenwärtigen Pfad wieder die Marke von zwei Prozent pro Jahr erreicht werden, die die EZB als mittelfristiges Ziel anstrebt. Dann werde es aber besser werden. Dafür tue man alles.
Unabhängig von dieser Entwicklung seien allerdings die Spritpreise zu sehen. „Ganz besonders Diesel“ habe als raffiniertes Öl derzeit die am schnellsten steigenden Preise überhaupt – ob sich das ändern werde, wie sie nicht. Als Grund führte sie die höheren Ölpreise an. Außerdem gebe es weniger Raffinerien. Die enorme Belastung des Treibstoffs mit Steuern und Abgaben, die auch zur Schließung von Raffinerien führen (mehr dazu hier), erwähnte sie nicht.
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