Trainerlegende Jürgen Klopp hat am Mittwoch ein Gespräch mit Journalisten abgebrochen, nachdem ihn die staatliche Deutsche Welle kritisch zu angeblich rassistischen Aussagen von Bastian Schweinsteiger befragt hatte. Klopp tritt ebenso wie Bayern-Legende Schweinsteiger während der Fußball-WM in Mexiko, Kanada und den USA als TV-Experte auf.
Schweinsteiger hatte in seiner Analyse des zweiten deutschen Gegners, der westafrikanischen Elfenbeinküste, gegen die die Nationalmannschaft am vergangenen Samstag spielte, bei der ARD gemeint: „Bisschen afrikanischer Fußball natürlich, der manchmal so ein bisschen unorthodox ist, ein bisschen wild ist, bisschen vielleicht auch manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt ist.“
Diese Aussage wurde dem Weltmeister von 2014 von einzelnen Nutzern, Journalisten und auch der Deutschen Welle als rassistisch ausgelegt. Der Spiegel-Kolumnist Philipp Awounou schrieb etwa: „Hinter Zuschreibungen wie ‚wild‘ und ‚unberechenbar‘ stecken Stereotype, die älter als der Fußball selbst sind und kolonialrassistische Wurzeln haben.“
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