Der iranische Diktator Ali Khamenei ließ zehntausende Bürger töten. Frauen mussten sich unter ihm nach islamistischer Scharia verhüllen. Das ZDF nennt ihn in einem Beitrag dennoch „muslimischen Widerstandskämpfer“, der „den religiösen Weg ging“. Auch die ARD nennt nicht die Anzahl seiner Opfer.
Ein Kurzporträt des ZDF über den islamistischen Herrscher beginnt am Tag nach seiner Tötung mit den Worten: „Ayatollah Ali Khamenei wurde am 17. Juli 1939 als Sohn eines einfachen Geistlichen geboren. Früh entschied er sich für den religiösen Weg.“
„Schon in jungen Jahren“ habe er sich der „islamischen Widerstandsbewegung“ angeschlossen, heißt es weiter. Dass die Bewegung nicht nur religiös war, sondern mit den Revolutionsgarden über eine terroristische Miliz verfügte und verfügt, erwähnt der Sender hierbei nicht. Auch die theokratische Ausrichtung Khameneis unterschlägt das ZDF – es spricht lediglich von „islamischer Widerstandsbewegung“. Das Wort „Islamismus“ fällt nicht. Weltanschaulich ordnet das ZDF Khamenei so ein: Er wäre „zeitlebens ein konservativer Hardliner“ gewesen, „geprägt von einer anti-amerikanischen und anti-israelischen Grundhaltung“.
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