Nachdem die ARD-Journalistin Anja Reschke mit ihrer jüngsten Folge von „Reschke Fernsehen“ sich heftige Kritik eingehandelt hatte, kündigt ihr Social-Media-Team nun an, gegen missliebige Kommentare vorzugehen. Besonders brisant: In dem Beitrag geht es um Streaminganbieter, die immerhin freiwillig sind – während ARD (und ZDF), also die Arbeitgeber von Reschke, per Zwangsgebühr finanziert werden. Genau dies war der Ausgangspunkt der Kritik im Netz.
In der jüngsten Folge des Instagram-Format „Reschke Fernsehen“ nahm die 52-Jährige großen Streaming-Plattformen ins Visier. In dem Beitrag wirft Reschke den Diensten vor, ihr Geschäftsmodell gezielt darauf auszurichten, Nutzer „ziemlich abhängig“ zu machen. Mit Lockangeboten wie Gratis-Testphasen, Einstiegspreisen und der Option, Abos zu teilen, würden Verbraucher in Aboverhältnisse gebracht – und dann durch packende Serien und Filme „am Haken“ gehalten.
Reschke beleuchtet vor allem den sogenannten „Lock-In-Effekt“, der einen Wechsel zu Konkurrenzprodukten erschweren soll. Jahresverträge locken mit Rabatten im Vergleich zu Monatsabo, exklusive Inhalte sorgen dafür, dass Nutzer „bei der Stange“ bleiben, und personalisierte Playlists oder Merklisten wecken eine Art emotionaler Bindung: Man gewöhnt sich dran und will es plötzlich nicht mehr missen. Hinzu kommen bürokratische Hürden bei der Kündigung – mehrmalige Bestätigungen sind Pflicht –, gepaart mit letzten Verlockungen wie Sonderangeboten, um Abtrünnige zurückzuholen.
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