Wer 45 Jahre lang zum Durchschnittslohn gearbeitet und Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt hat, sollte im Regelfall die sogenannte Bruttostandardrente erhalten. Seit Mitte 2024 liegt diese bei etwa 1.769 Euro. Die meisten Senioren bekommen deutlich weniger.
Tatsächlich erhält nur ein Siebtel der Deutschen die Standardrente oder mehr – das geht aus einer Erhebung des Handelsblatts hervor. Die gesetzliche Durchschnittsrente (Stand 2023) liegt hingegen bei nur 1.102 Euro und damit fast 700 Euro unter der Bruttostandardrente.
Nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen bleibt den meisten Senioren nur wenig zum Leben. Laut einem Bericht der Investment-Lernplattform Beatvest verfügen über 10 Millionen Rentner in Deutschland – also rund 50 Prozent – über weniger als 1.100 Euro netto im Monat und liegen damit unterhalb der offiziellen Armutsgrenze von 1.314 Euro netto. 2.400 Euro netto oder mehr erhalten sogar lediglich 2 Prozent.
Es wird deutlich: Altersarmut ist in Deutschland ein massives Problem. Besonders betroffen sind vor allem Frauen und Beschäftigte, die ihr ganzes Leben lang durchgehend niedrige Löhne erhielten. Die Gründe liegen auf der Hand: Viele Frauen haben wegen der Kindererziehung Lücken im Lebenslauf und Geringverdiener haben vergleichsmäßig wenig in die Rente eingezahlt.
Screenprint: Handelsblatt
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