Die Krise der deutschen Brauereien trifft die nächste Traditionsmarke: Die Aktienbrauerei Kaufbeuren, deren Wurzeln bis ins Jahr 1308 zurückreichen, hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Mehr als sieben Jahrhunderte Braugeschichte geraten damit ins Wanken.
Der Betrieb soll vorerst weiterlaufen, Kunden würden weiter beliefert, versichert Sanierungsexperte Volker Peter Zimmerer. Doch für die 84 Mitarbeiter beginnt eine ungewisse Zeit. Die Gehälter sind nur für drei Monate über Insolvenzgeld gesichert; nach BILD-Informationen könnten bis zu 50 Prozent der Arbeitsplätze wegfallen.
Als Gründe nennt der Sanierer stark gestiegene Energiekosten, einen hohen Personalbestand und zu wenige neue Produkte, etwa im Bereich alkoholfreier oder zuckerarmer Sorten. Dazu kommt ein Grundproblem der Branche: Die Deutschen trinken immer weniger Bier. 2025 soll der Konsum um 5,8 Prozent gesunken sein, der Abwärtstrend setzt sich fort.
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