Die KI-Affäre innerhalb der deutschen Spitzenpolitik scheint sich weiter auszuweiten. Nach dem thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt und Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (beide CDU) steht nun auch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) unter Verdacht, einen unter seinem Namen veröffentlichten Welt-Gastbeitrag weitgehend mithilfe von Künstlicher Intelligenz verfasst zu haben, ohne dies entsprechend kenntlich zu machen.
Auslöser sind Recherchen des bekannten österreichischen Plagiatsjägers Stefan Weber. Dieser kommt zu dem Schluss, dass der Mitte Mai in der Welt erschienene Meinungsbeitrag Weimers „Wenn YouTube das neue Fernsehen ist, braucht es neue Regeln“ zahlreiche sprachliche Merkmale aufweist, die für eine Entstehung mit Textgeneratoren wie ChatGPT charakteristisch sind. Weber spricht von einem dringenden „Tatverdacht“, dass der Text, in dem sich Weimer für eine umfassendere Regulierung digitaler Medien wie YouTube ausspricht, zumindest in größeren Teilen KI-generiert worden sein könnte.
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