Haben Sie gelesen, was die Tagesschau über den traurigen Zustand im Bahnverkehr berichtet? Wenn nicht, holen Sie das schleunigst nach, man weiß ja nie, wie lange der ÖRR Nachrichten stehen lässt, die halbwegs richtig sein könnten. So kann man bei der Tagesschau nachlesen, dass in den vergangenen Wochen Bahnbedienstete und Reisende nicht nur belästigt, sondern sogar getötet worden sind. Oft sei ein Zug auf offener Strecke stehengeblieben, um evakuiert zu werden.
Natürlich dachte ich an Orte wie Bonn-Beuel, Brokstedt, Völklingen, Passau und so weiter. Also an deutsche Bahnhöfe und deutsche Strecken, auf denen Schaffner zu Tode geprügelt, Reisende attackiert, mit Beilen bedroht oder mit Messern abgestochen worden sind, man liest so etwas ja fast täglich in der Zeitung. Nun endlich auch die Tagesschau, dachte ich: Auch sie berichtet nun so, wie sich das gehört und wie es laut Staatsvertrag vorgesehen ist, umfassend also, vielfältig, wahrheitsgemäß und ausgewogen.
Aber von wegen, schon wieder eine Enttäuschung. Denn die Tagesschau-Korrespondentin Gesine Dornblüth berichtet nicht aus Deutschland, sondern aus der Ukraine. Sogar wörtlich, wenn man ihr glauben darf: „Wir waren“, zitiert sie einen Reisenden aus Kiew oder sonst woher, „gerade in den Zug gestiegen, hatten uns hingesetzt, da hieß es: Alle aussteigen, Schutz suchen!“ Ein seltsames, ungewöhnliches Gefühl sei das gewesen, als alle auf Kommando den Zug verlassen mussten.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










