„Wir schaffen das – das ist ein Prozess“: Merkel verteidigt ihre Migrationspolitik – und warnt vor einer AfD-Elite

vor etwa 2 Monaten

„Wir schaffen das – das ist ein Prozess“: Merkel verteidigt ihre Migrationspolitik – und warnt vor einer AfD-Elite
Bildquelle: Apollo News

Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hat Angela Merkel ihr Handeln im Zuge der Flüchtlingskrise erneut verteidigt. „Wir haben vieles geschafft, aber natürlich haben wir es nicht zu hundert Prozent geschafft“, erklärte die Altkanzlerin. Angesprochen auf ihren Satz „Wir schaffen das“ und auf die Frage, ob man es im Hinblick auf die Flüchtlingskrise 2015 geschafft habe, wand sich Merkel und erklärte: „Wir schaffen das – das ist ein Prozess“.

Man habe es geschafft, den „damaligen humanitären Notfall (…) bewältigen“ zu können, klopft sich die Altkanzlerin auf die Schulter. „Dass wir heute noch weiter Probleme haben mit der illegalen Migration, ist ja keine Frage“, gibt sie zu, doch schiebt gleich darauf die Verantwortung auf die EU: „Mir war immer wichtig, dass wir diese Frage europäisch denken.“ Dadurch, dass man die Flüchtlingskrise national gelöst habe, seien „große Friktionen entstanden“. „Aber wir haben sehr, sehr viel geschafft, ja“, findet die Altkanzlerin.

Gefragt danach, ob die Sorgen der Deutschen hinsichtlich der damaligen Massenmigration nicht hinten runtergefallen seien, verweist Merkel auf das EU-Türkei-Abkommen. Man habe ja gar nicht gewollt, dass zehntausende Menschen ins Land kommen, und deshalb das Abkommen mit der Türkei angestrebt. „Für das Abkommen bin ich dann allerdings auch wieder kritisiert worden: dass ich mit Erdoğan einen Deal gemacht hätte, einen schmutzigen Deal, wie manche sogar sagten“, erklärt die Altkanzlerin.

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