Westsahara: Spanien will Zehntausende einbürgern

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Westsahara: Spanien will Zehntausende einbürgern
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Das spanische Abgeordnetenhaus hat einem Gesetz zugestimmt, durch das Zehntausende Menschen aus der Westsahara die spanische Staatsangehörigkeit erhalten könnten. Antragsberechtigt wären Personen, die vor dem 29. September 1977 in dem damals von Spanien verwalteten Gebiet geboren wurden. Auch ihre Nachkommen sollen von der Regelung profitieren. Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, muss noch der spanische Senat zustimmen.

Unterstützt wurde das Vorhaben unter anderem von der Sozialistischen Arbeiterpartei von Ministerpräsident Pedro Sánchez und deren linkem Koalitionspartner Sumar. Die konservative Volkspartei enthielt sich, während die rechtsgerichtete Partei Vox gegen das Gesetz stimmte. Schätzungen über die Zahl der möglichen Antragsteller reichen von mehreren Zehntausend bis zu über 100.000 Menschen, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters.

In dem Territorium Westsahara leben vor allem Sahrauis, ein maurisches Berbervolk, das auch das Grenzgebiet zwischen der Westsahara und Mauretanien sowie den Süden Marokkos bevölkert. Das Königreich Marokko beansprucht die Westsahara als Teil seines Staatsgebiets und kontrolliert den überwiegenden Teil des Territoriums – lediglich im Grenzgebiet zu Algerien hält sich die sozialistische Polisario-Front, die für die Unabhängigkeit der Westsahara kämpft. Viele Sahrauis, die Anhänger der Unabhängigkeit sind, leben in Flüchtlingslagern in der Region Tindouf jenseits der algerischen Grenze – Zahlen der EU weisen dort rund 175.000 Menschen aus.

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