Schloss Bellevue als Trostpreis – wer darf den Bundespräsidenten geben?

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Schloss Bellevue als Trostpreis – wer darf den Bundespräsidenten geben?
Bildquelle: Tichys Einblick

Es klingt wie ein Witz, aber zeigt den Zustand der politischen Eliten in Deutschland: Die gescheiterte Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf wird als Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten in die Debatte eingeführt. Aus einem SPIEGEL-Gespräch wird zitiert, es wäre doch ein starkes Zeichen an die Mädchen und Frauen im Land, dass man immer noch alles erreichen kann – Bundesrichterin und schließlich Bundespräsidentin ab 2027. „Also: Ja, gern eine Frau.“ Das war noch SPIEGEL, weitererzählt. Die eigentliche Neuerung kam danach: ein dpa-Interview, das die ZEIT am 24. August übernimmt. Dort sagt sie: „Ich fände es ein starkes Zeichen, eine Frau zu nehmen.“ Und lässt ein eigenes Amt offen.

Wer brachte sie ins Spiel? Man fühlt sich an die Wahl zum Klassensprecher erinnert: Um den Anschein von Bescheidenheit zu wahren, bittet man die beste Freundin, den eigenen Namen vorzuschlagen, und wartet ab, wie die Reaktion ausfällt. Geht das Ganze daneben, kann man bei Hohn und Gelächter immer noch sagen, ‚war eh nicht ernst gemeint‘. Aufgeregt findet Nius am 28. August die beste Freundin; im Brosius-Fall ist es die Brandenburger SPD-Wissenschaftsministerin Manja Schüle als Quelle für eine Kandidatur und nennt außerdem das Scholz-Umfeld und Hubertus Heil als Unterstützer-Feld – Potsdam ist nicht nur die Hochschule, an der Brosius-Gersdorf „lehrt“, sondern die heimliche Hauptstadt der SPD, in der die genannten Politiker nahe am Grünen residieren, man gönnt sich ja sonst nix. War nicht lange Hannover das Nest, aus dem alle Sozi-Größen kamen, Gerhard Schröder, Sigmar Gabriel, Frank-Walter Steinmeier, kurz die „FROGs“, friends of Gerhard? Jetzt also Bonzendam.

Da der oder die Präsidentin faktisch von den Parteivorsitzenden ausgekungelt wird, hier eine Matrix zur Entscheidungsfindung. Die Namen entsprechen dem Niveau der Politik.

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