Seit fast 15 Jahren ist Farsin Khamseh Gastwirt. Zusammen mit seiner Ehefrau betreibt er in Düsseldorf das „Nikan“, ein Café mit eigener Rösterei. Mehr als 60 verschiedene Kaffeesorten bietet er an.
Laptops sind bei ihm verboten.
Das war nicht immer so, erzählt er der Zeitung „Rheinische Post“ (RP). Am Anfang hat er den Gästen sein Café gerne sozusagen als Ersatz-Home-Office zur Verfügung gestellt. Doch schnell wurden dann, wie selbstverständlich, Verlängerungskabel durch den halben Laden gelegt. Gäste setzten sich mit ihren tragbaren Computern ungefragt auf die Kaffeesäcke – was bei Lebensmitteln strikt verboten ist und den Wirt in Teufels Küche bringen kann.
Und: Wer mit seinen elektronischen Geräten zum Arbeiten ins „Nikan“ kam, blieb lange und bestellte wenig. Oder manchmal auch überhaupt nichts. Für einen so kleinen Betrieb sind ewig blockierte Tische mit minimalem Umsatz eine ökonomische Katastrophe.
Die Laptop-Kundschaft hatte zudem die durchaus nervtötende Neigung, unaufhörlich mit dem Smartphone zu telefonieren – gerne auch laut. Soll heißen: deutlich zu laut. Es entstand eine „komische Kultur“, sagt Farsin Khamseh. Insgesamt glich sein eigentlich sehr gemütliches und liebevoll eingerichtetes Café irgendwann mehr einem Großraumbüro als einem Ort der Kontemplation.
Der Wirt zog die Konsequenzen: Jetzt ist sein Café homeoffice-frei.
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