Wenig Trost an einem schwarzen Tag für Deutschland

vor mehr als 1 Jahr

Wenig Trost an einem schwarzen Tag für Deutschland
Bildquelle: Tichys Einblick

„Was gerade passiert, empfinde ich als absolut niederschmetternd. Ich weiß nicht, wie man da noch Hoffnung auf eine Besserung hin zum Guten haben soll.“ Diese Zeilen eines guten Freundes an diesem düsteren, geschichtsträchtigen Tag beschreiben die Gemütslage sehr vieler Menschen im Land. Viele denken: das kann doch alles nicht wahr sein! Wie ist das alles möglich? „Wir haben gewählt, und nicht nur, dass sich nichts ändert, es wird alles noch viel schlimmer“, stellen viele Bürger enttäuscht fest.

Wie konnte es dazu kommen, dass sich die deutschen Volksvertreter am letzten Sitzungstag ihrer Legislaturperiode anmaßen, schicksalshaft die Weichen zum wirtschaftlichen Niedergang fest zuschweißen? Denn die Grundgesetzänderung kreiert für viele Jahre eine ideologische Rüstung für die deutsche Politik, die damit geradezu verdammt scheint, im Namen von Klimaschutz und Wehrhaftigkeit Deutschland enormen Schaden zuzufügen. Der Abstieg des Industriestandorts Deutschlands setzt sich fort.

Trösten kann vielleicht der Gedanke, dass es offenbar gerade in Deutschland eines größeren, möglicherweise sogar totalen Desasters bedarf, damit es einen Wandel gibt: es muss alles schlechter werden, damit es besser wird. Im Hinblick darauf befindet sich das Land auf einem vielversprechenden Weg.

Deutschland im historischen Herbst: Wer jetzt ohne Amt oder Vermögen ist, wird es lange bleiben; wird beunruhigt wachen, Verstörendes lesen, lange E-Mails schreiben, unruhig umherirren. Solch tröstende Zeilen schreibt heute niemand, wir haben keinen Dichter mehr wie Rainer Maria Rilke.

Trost spendet vielleicht der nüchterne, erklärende Blick darauf, wie es zu diesem rabenschwarzen Tag für Deutschland kommen konnte. Wie kann es sein, dass die CDU/CSU und ihr Kanzlerkandidat Friedrich Merz binnen weniger Tage eine kaum fassbare politische Volta vollführen, genau das Gegenteil ihrer Wahlversprechen umsetzen, letztendlich zu einem guten Teil die kühnsten politischen Phantasien der Grünen ins schwarz-rote Regierungsprogramm und vor allem sogar ins Grundgesetz schreiben.

Trotz der bislang kaum vorstellbaren Entwicklungen in Berlin bleibt es im Land ruhig. Ein Grund ist, dass so gut wie alle politischen Organisationen, genau die, nach deren Finanzierung die Union die alte Regierung vor der Wahl vorsichtig gefragt hatte, dass genau diese angeblichen Nicht-Regierungs-Organisationen, diese angeblichen Organe der Zivilgesellschaft durch und durch von linken und grünen Aktivisten beherrscht werden. Nur Linke und Grüne habe eine gut finanzierte und organisierte „Basis“, die sich rasch mobilisieren lässt

Diese mit enormen Zuschüssen von den Regierungen Angela Merkel (CDU) und Olaf Scholz (SPD) aufgepäppelten und dauerhaft finanzierten Organisationen stehen nur bereit, wenn es um den „Kampf gegen Rechts“ geht. Den Konservativen und Liberalen fehlt genau dieser gesellschaftspolitische Unterbau, der in der Lage ist, Zigtausende Gleichgesinnte auf die Straße zu bringen. Selbst wenn der CDU-Chef morgen die Enteignung aller Immobilienbesitzer oder der Energie-Unternehmen verkünden würde, spricht wenig für einen Aufstand im Land. Konservativen, Bürgerlichen liegt ohnehin der laute Protest wenig.

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