In Leipzig haben am Abend mehrere Hundert Menschen gegen Kulturstaatsminister Wolfram Weimer demonstriert. Der wurde während seiner Rede beim Festakt zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse teilweise ausgebuht. Mit dabei: Bundestagsabgeordnete Katrin Göring-Eckardt (Grüne) – auch NIUS war auf der Anti-Weimer-Demo Thema.Die etwa 300 Teilnehmer zählende Kundgebung „Gegen Zensur & Autoritarismus“ richtete sich gegen Weimers Ausschluss dreier linksextremer Buchverlage vom diesjährigen Deutschen Buchhandlungspreis. Dieser wird morgen auf der Leipziger Buchmesse vergeben. Die über 100 Preisträger erhalten größtenteils 7.000 Euro Steuergeld vom Kulturstaatsminister.Auf Plakaten wurde auf der Demo Weimers Rücktritt gefordert, andere Teilnehmer nannten ihn einen „Kulturkampfminister“. Inke Schleper, Geschäftsführerin der radikal linken Leipziger Buchhandlung Rotorbooks, die sich selbst unter den immer noch 115 von Weimer prämierten Geschäften befindet, erklärte, ein „rechtes Portal“ habe mit einer „Hetzkampagne“ beim letztjährigen Verlagspreis den Grundstein dafür gelegt, dass Weimer nun die drei Buchläden ausschloss.
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Nun, so Schleper, sehe man ein halbes Jahr nach dem Verlagspreis, dass solche Angriffe wie die des „rechten Portals“ auch beim Buchhandlungspreis Folgen gehabt hätten. Und weiter: „Mit der Streichung linker Buchhandlungen macht sich Weimar zum Erfüllungsgehilfen einer rechtspopulistischen Agenda.“
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