„Eine anerkannte Stimme im Bereich Friedensstiftung und Gewaltprävention”, so wurde die UN-Sonderbeauftragte für die Verhütung vor Völkermord, Alice Nderitu, noch zuletzt auf der offiziellen Webseite der UN angepriesen. Am Mittwoch wurde Nderitu dann plötzlich entlassen – weil sie erklärt hat, dass Israel keinen Völkermord in Gaza begeht, so ein Bericht des Wall Street Journals (WSJ).
Nderitu ist seit 2020 im Amt der Sonderbeauftragten und veröffentlichte im Jahr 2022 einen ausführlichen Leitfaden zum Thema „Wann eine Situation als ‚Völkermord‘ bezeichnet werden sollte“. Darin heißt es, dass rechtlich gesehen die Einstufung einer Handlung als Völkermord den Nachweis des Vorsatzes bedarf. Es sei „äußerst wichtig, dass sich die Beamten der Vereinten Nationen an die korrekte Verwendung des Begriffs halten”.
Die Beauftragte warnt davor, dass der Begriff „häufig missbraucht werde, um groß angelegte und schwere Verbrechen an bestimmten Bevölkerungsgruppen zu bezeichnen“, so zitiert sie das WSJ. Außerdem werde der Begriff schnell missbraucht, da er „emotionaler Natur“ sei und politisch sensibel.
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