Wehrpflicht? Nein, danke!

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Wehrpflicht? Nein, danke!
Bildquelle: Tichys Einblick

In der Politik gilt eigentlich der Grundsatz, dass für ein vernünftiges gesellschaftliches Miteinander ein Interessenausgleich zwischen den Generationen vonnöten ist. Diesen Grundsatz wollen die derzeitigen Politiker aufkündigen. Die jüngere Generation in der Bundesrepublik soll durch eine Wehrpflicht wieder zur Bundeswehr gezwungen werden. Weil ein möglicher Fronteinsatz nicht Belastung genug ist, will die Politik der jungen Generation auch noch die Kosten der Wiederherstellung der Wehrhaftigkeit aufbürden – eine Wehrhaftigkeit, deren Mittel die ältere Generation für Sozialgeschenke verbrannt hat. „Whatever it takes“, sagt dazu der künftige Bundeskanzler Friedrich Merz. Dieser Satz gilt uneingeschränkt – aber nur für die junge Generation.

Die Generation von Friedrich Merz, die die politische und gesellschaftliche Macht im Lande innehat, soll von weitreichenden Einschnitten verschont bleiben. Überspitzt formuliert: Eine Koalition aus älteren Politikern und älteren Wählern lässt die Jungen für ihre Privilegien buchstäblich über die Klinge springen.

Die Unverfrorenheit, mit der die heutige Politik mit der jungen Generation umgeht, ist mehr als kurzsichtig. Denn eigentlich müsste die Politik das Gegenteil tun. Oberstes Ziel der Politik müsste es sein, junge Fachkräfte im Land zu halten. Schließlich wird die immense Steuer- und Abgabenlast für Rente und Sozialstaat zu einem großen Teil von der jungen Generation getragen. Durch die ungünstige demografische Entwicklung wird die Belastung der Jüngeren weiter zunehmen. Die Rahmenbedingungen für die jüngeren Generationen werden sich in Zukunft weiter verschlechtern.

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