Die Infragestellung des Menschen

vor etwa 4 Stunden

Die Infragestellung des Menschen
Bildquelle: Tichys Einblick

Der Transhumanismus gilt als eine der bestimmenden Herausforderungen der Zukunft, die im Hier und Jetzt Gestalt anzunehmen beginnt. Die einen sehen darin die Verheißung einer besseren Welt, die anderen die Verwirklichung einer Dystopie. Kann der Mensch mit technologischen Mitteln über sich hinauswachsen, und wenn ja, entspricht dies der Erfüllung oder der Abschaffung des Menschseins?

In seinem Buch Transhumanismus. Welche Zukunft wollen wir? erörtert der Psychologe Harald Walach Wesen und Ziele des Transhumanismus und gibt konkrete Beispiele für praktische Versuche, den Menschen im Sinne transhumanistischer Ideen zu verändern.

Wie Papst Leo XIV. in seiner Enzyklika Magnifica Humanitas skizziert, existiert (noch) kein geschlossenes Konzept für das, was Transhumanismus ist. Der Begriff umfasst ein Sammelsurium von Ideen, Zielen und Herangehensweisen an diese Ziele.

Dementsprechend bietet Walach keine vollumfängliche Definition, sondern eine Annäherung. Er beschreibt Wesen und Kern transhumanistischer Ideen und gibt Hinweise darauf, wo heute bereits Forschung und Entwicklung in einem transhumanistischen Geist erfolgen.

Damit tritt er in eine Debatte ein, die in den nächsten Jahren an Fahrt aufnehmen wird. Denn neben der religiösen Überzeugung, dass der Mensch ein auf die Transzendenz ausgerichtetes Wesen sei, das also gerufen ist, sich geistlich selbst zu übersteigen, tritt die Frage, ob dies auch für die Materie gilt; ob der Mensch also dazu befugt ist, die Grenzen seiner physischen Existenz zu übersteigen, und wenn ja, bis zu welchem Grad.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Tichys Einblick

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Tichys Einblick zu lesen.

Weitere Artikel