Der frühere Umweltminister und langjährige Bundestagsabgeordnete der Grünen, Jürgen Trittin, hat im Podcast mit Bild-Journalist Paul Ronzheimer die europäischen Staaten dazu aufgefordert, militärische Manöver in Grönland durchzuführen, um US-Präsident Donald Trump „abzuschrecken“. Hintergrund sind die Äußerungen von Mitgliedern der US-Regierung, in denen zum wiederholten Male Ansprüche auf Grönland erhoben wurden.
Konkret ginge es Trittin zufolge darum, „den Preis hochzutreiben, dass das nicht einfach handstreichartig über die Bühne geht“. Um eine schnelle Annexion Grönlands durch die USA zu verhindern, sei „auch eine militärische Komponente“ notwendig. Es müsse gegenüber den amerikanischen Ansprüchen „Gegendruck“ erzeugt werden. Dazu könnten die Europäer „mal anfangen, Militärmanöver in und um Grönland zu machen“. Es drohe derzeit eine Situation, in der „ein Nato-Staat einen anderen Nato-Staat“ angreife.
Zudem kritisierte er die Europäer für ihren diplomatischen Ansatz: „Sie glauben immer noch, mit Angeboten auf Gemeinsamkeit, mit Beschwichtigung entgegenzukommen, bei Trump irgendetwas zu bewegen“. Zuletzt hatten die Staatschefs führender europäischer Staaten in einem gemeinsamen Statement den US-Anspruch auf Grönland zurückgewiesen. „Grönland gehört seinem Volk. Es liegt an Dänemark und Grönland, und nur an ihnen, über Angelegenheiten zu entscheiden, die Dänemark und Grönland betreffen“, hieß es darin (Apollo News berichtete).
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