Journalist Malcolm Ohanwe rechtfertigt Nova-Massaker: „In der Nähe eines Kriegsgebiets gefeiert“

vor 22 Minuten

Journalist Malcolm Ohanwe rechtfertigt Nova-Massaker: „In der Nähe eines Kriegsgebiets gefeiert“
Bildquelle: NiUS

In Zeiten grassierender Judenfeindlichkeit, die längst auch in Teilen der Politik angekommen ist, wollen wir die schlimmsten Ausfälle sichtbar machen. Dafür verleiht NIUS jeden Freitag die „Goldene Wassermelone“ – einen Negativ-Preis für besonders auffällige Antisemiten. Die Wassermelone steht wegen ihrer Farben für die Palästina-Solidarisierung und damit auch für den Hass auf den jüdischen Staat. Diese Woche heißt unser Preisträger Malcolm Ohanwe.

Man weiß es schon länger: Dauerhafte israelfeindliche Hetze ist für die Sender des öffentlich-rechtlichen Rundfunks kein Grund, jemanden nicht einzustellen. In etlichen Fällen, insbesondere bei der Deutschen Welle, fielen allerdings Aussagen, die so krass waren, dass die Urheber irgendwann nicht mehr zu halten waren.

Als Sohn einer (christlich-)palästinensischen Mutter und eines nigerianischen Vaters konnte auch Malcolm Ohanwe, nach Anfängen im Privatfernsehen, in den 18,36-Euro-Medien Karriere machen. Er war unter anderem Hörfunk- und Fernsehautor für den BR und für das englischsprachige Fernsehprogramm der Deutschen Welle tätig, für ARD alpha, ZDF, rbb, Arte. Bei den „Neuen Deutschen Medienmachern“ war er natürlich auch, wo er nach Herzenslust herumopfern konnte. Genau so jemanden nimmt man gern, wenn man einen braucht, der sich über den Rassismus der Mehrheitsgesellschaft beschwert, die unerklärlicherweise auch Menschen mit einem überschaubaren Talent wie ihn mit Zwangsgebührengeldern ausstattet.

Es ist nicht so, dass Ohanwe nicht schon seit Jahren mit viel Verständnis für antiisraelischen Terror aufgefallen wäre, doch eben trieb er es besonders arg: In einem Beitrag bei Instagram meinte er, die Opfer der Hamas-Invasion vom 7. Oktober 2023 seien nicht als Juden, sondern als Israelis attackiert worden:„Im Holocaust wurden die eigenen Mitmenschen, keine Menschen, die sich des Kolonialismus schuldig gemacht haben und auch nicht Menschen die in der Nähe eines illegal besetzten Kriegsgebiet eine Techno-Party gefeiert haben, sondern eine einheimische ethnische Minderheit speziell wegen deren Rasse verfolgt“, schrieb Ohanwe. Der unterstellte Kolonialismus (im eigenen Land!) und der Umstand, dass sich auf dem Nova-Festival die Raver bei Re’im unweit der Grenze zum von der Hamas kontrollierten Gazastreifen getroffen haben, sind für Ohanwe offenbar Gründe, die ein Massaker an 378 Menschen und die Verschleppung von 44 weiteren als Geiseln in den Gazastreifen erklären.

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