Die Lage in den meisten Redaktionen und fast allen deutschen Parteien vor den Präsidentschaftswahlen in den USA brachte eine Karikatur perfekt zum Ausdruck. Sie zeigt Donald Trump als einen Feuerball, der auf die Erde zurast. Die Zeichnung trägt den Titel: „Politisches Armageddon.“ Darunter macht man es hier nicht. Dem Republikaner traut man zu, die Welt in Brand zu setzen.
Das ist albern, dumm und sehr bezeichnend. Albern ist es, weil der künftige Präsident zwar Pläne haben mag, die linken Karikaturisten nicht gefallen. Ganz gewiss aber gehört es nicht zu Trumps Absichten, den Erdball zu vernichten. Dumm ist es, weil die Zeichnung dieses aberwitzige Szenario seinem Publikum als eine zumindest theoretische Möglichkeit verkaufen will – und bezeichnend, weil in Deutschland diese Realitätsverkennung weit verbreitet ist. Für diese Art der Ignoranz könnte sich Trumps Wahl tatsächlich als eine brennend schmerzhafte Lektion herausstellen.
Das Spiegel-Cover sagt das Ende der Welt voraus.
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