Volksfront im Safe-Space eingesperrt

vor 3 Monaten

Volksfront im Safe-Space eingesperrt
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Spitzen von Grünen, SPD und Linkspartei haben in einer konzertierten Aktion ihren Rückzug von der Plattform X versprochen: „X ist in den letzten Jahren im Chaos versunken. Politische Debatten leben vom Austausch, der Menschen erreicht & informiert. X hingegen fördert zunehmend Desinformation. Deswegen bespielen wir diesen Account nicht mehr.“ Die drei Parteien benutzten dafür einen identischen Textblock, was die Vermutung nährte und später bestätigte, dass es sich um eine Einheitsfront handelt, deren Mitglieder nur noch aus taktischen Gründen unter ihrem angestammten Namen auftreten. Table.Media benannte Grünen-Geschäftsführerin Pegah Edalatian als Initiatorin der Dreiparteien-Aktion.

Und der SPD-Fraktionsvorsitzende Miersch legte noch eins drauf: Bei X würden rechtsextreme bzw. rechtsradikale Inhalte verstärkt verbreitet und die Plattform sei dadurch für demokratischen Diskurs ungeeignet.

Man beachte die Formulierung. Die Accounts werden nicht mehr bespielt. Aber nicht gelöscht. Das Türchen zur Rückkehr oder zum zwischenzeitlichen Schreiben per Direktnachricht wird also offengelassen. Wie bei so vielen zuvor, die in den letzten Jahren mit ebensolchem „dramatischen Exit“ die Plattform verlassen hatten und nach einiger Zeit bei Bluesky ernüchtert feststellen mussten, dass doch nichts an die Reichweite von X heranreicht. Viele waren kurze Zeit später kleinlaut wieder da.

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