„Deutschland, wenn Du so weitermachst mit dem Herabwürdigen Deiner eigenen Kultur, mit dem Ausweichen vor der dringenden Frage, wie Du mehr Kinder hervorbringst, die mit Liebe deutsch sein wollen und die deutsche Kultur weitertragen möchten, dann wird in hundert Jahren niemand mehr Kafka oder Grass oder Goethe lesen. (…) Dann hat Deutschland Selbstmord begangen. Es gibt Deutsche, die sagen: Das ist unser Schicksal wegen unserer Vergangenheit. Ich bestreite das. Ohne ein selbstbewusstes Deutschland ist nicht nur Deutschland, sondern auch Europa verloren.“
Diese Liebeserklärung stammt von Leon de Winter, Schriftsteller aus den Niederlanden, aus seiner ersten Kolumne für die „Welt“. Nichts könnte wichtiger sein zur Zeit als diese herzerwärmende Ermahnung.
Andererseits, halt!: Ist sowas womöglich „völkisch“? Und das auch noch von einem Juden mit deutschen Wurzeln? Wo bleibt der Verfassungsschutz?
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