Der Westen hat nichts aus dem 11. September gelernt

vor etwa 4 Stunden

Der Westen hat nichts aus dem 11. September gelernt
Bildquelle: NiUS

25 Jahre nach dem Terrorangriff auf New York und Washington mit 3.000 Toten wird zwar noch überall berichtet, doch mit ganz anderen Schwerpunkten als denen, die nötig wären. Die islamistische Gefahr ist heute größer als 2001, aber der Westen lässt sich die Umdeutung der Geschehnisse gefallen.

Man kann nicht sagen, dass nach 9/11 die ganze Welt geschockt war. Schon damals gab es genügend Amerika-Hasser, war die Ansicht verbreitet, die arrogante Supermacht habe den Anschlag verdient. In der islamischen Welt wurde gefeiert, und in Deutschland spielte man den Terror, der tausende Menschen das Leben kostete, herunter. Der Philosoph Peter Sloterdijk etwa meinte, der 11. September gehöre „eher zu den schwer wahrnehmbaren Kleinzwischenfällen“. Die geradezu grotesken Reaktionen hat Henryk M. Broder in seinem Buch „Kein Krieg, nirgends: Die Deutschen und der Terror“ gesammelt, und noch heute gruselt es einen, wenn man sie liest.

Jeder, der die Terroranschläge als das betrachtet, was sie waren, nämlich nicht weniger als das Pearl Harbor des freien Westens, muss sich heute in der Minderheit fühlen. Sie waren nicht die ersten und nicht die letzten von Islamisten begangenen mörderischen Massenmorde, im Gegenteil: Danach nahm der Dschihadismus erst richtig Fahrt auf. Das Ziel: die Zerstörung des freien Westens und seine Unterwerfung unter den Willen Allahs.

Manche freuten sich über den Einsturz der „phallischen“ WTC-Türme.

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