Eisbildung an den Rotorblättern vieler Turbinen zwang die Betreiber zur Abschaltung, um Schäden zu vermeiden, besonders betroffen ist Westfinnland, wo der Großteil der installierten Windkapazität konzentriert ist: Die Produktion fiel zeitweise auf einen Bruchteil der Normalwerte, was den Strompreis stark in die Höhe trieb und den Netzbetreiber Fingrid zu verstärkten Importen zwang.
Seit Ende Januar sanken die Temperaturen in Regionen wie Österbotten auf bis zu minus 20 °C, begleitet von bodennahen Nebelwolken in Rotorhöhe. Diese Bedingungen begünstigen die Vereisung: Selbst eine dünne Eisschicht verändert die Aerodynamik der Blätter, reduziert den Ertrag und führt zu Unwuchten. Laut Ilmatieteen laitos (Finnisches Meteorologisches Institut) ist die derzeitige Situation eine der schwersten in den vergangenen Jahren. Experten schätzen, dass die Produktion in den betroffenen Tagen auf 0 bis 5 % der Kapazität sank.
Die Daten von Fingrid zeigen Phasen, in denen die Windkraft sogar negativ wurde – die Anlagen verbrauchten mehr Strom für Heizsysteme, als sie erzeugten.
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