Der SWR hat jüngst beruhigende Bilder ins Land gesendet. Die Polizei kontrolliert Weihnachtsmärkte auf potenzielle Messerangreifer. Sie entdeckt eine Frau. Etwas älter, nüchtern und deutscher Herkunft. Kurzum: typische Gefährdergruppe. Die Polizei durchsucht ihre Tasche und – Volltreffer. Sie hat ein Schweizer Taschenmesser bei sich. Die Beamten konfiszieren die Tatwaffe und schwupps, das Land ist wieder sicher. Gut. Einige Tage später tötet ein mutmaßlicher Mann aus dem mutmaßlichen Saudi-Arabien auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt fünf Menschen. Nicht einmal auf den Kampf gegen die Gefährdergruppe weiblich, älter, deutscher Herkunft ist mehr Verlass.
Nach den Taten von Mannheim und Solingen hat die Politik auf die bevorstehenden Wahlen reagiert und, weil man da halt irgendwas tun muss, das Tragen von Messern verboten. Die ältere, deutsche Frau ist schon mal außer Gefecht, wie wir vom SWR wissen. Doch es scheinen noch ein paar gefährliche Exemplare unterwegs zu sein. Die Tage „zwischen den Jahren“ strotzen vor Meldungen über tödliche und lebensgefährliche Stichverletzungen.
Das klingt jetzt aber so, als ob einen in Berlin Messerangriffe zu jeder Zeit an jedem Ort treffen könnten. Aber das ist nur Hass und Hetze – fast –, dummerweise halt auch noch die Wahrheit. So wie in der Nacht zum Samstag, da „wurde eine Frau in Siemensstadt mit einem Messer verletzt. Nach bisherigen Ermittlungen wurde die 26-Jährige gegen 3.30 Uhr angegriffen, als sie ein Mehrfamilienhaus am Rohrdamm verließ“. So beschreibt die Berliner Polizei die Tat. Was den Unbekannten angetrieben hat, verrät sie indes nicht. Es muss heftig gewesen sein, denn er hat mitten in der Nacht gleich mehrfach auf die Frau eingestochen.
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