Die fatale Rolle der UNRWA: ZDF will TV-Doku über das Palästinenserhilfswerk nicht zeigen

vor etwa 2 Monaten

Die fatale Rolle der UNRWA: ZDF will TV-Doku über das Palästinenserhilfswerk nicht zeigen
Bildquelle: NiUS

Angeblich ist die UNRWA aus humanitären Gründen unverzichtbar. In Wahrheit tut sie alles, um den Nahostkonflikt auf ewig zu verlängern, wie eine Doku zeigt. Doch das ZDF will den Film, der viel zum Verständnis des Themas beitragen würde, nicht ausstrahlen.

Es sind wohl die unbequemen Wahrheiten, die man den Zuschauern im Zweiten lieber nicht zeigen will, und die wichtigste ist: Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNRWA), das exklusiv für die Palästinenser zuständig ist, spielt eine verhängnisvolle Rolle im israelisch-arabischen Konflikt. In seinen Schulen werden Kinder zum Hass auf die Juden erzogen und Waffen gehortet, Millionengelder fließen in dunkle Kanäle, in Kliniken finden Terrorfürsten Unterschlupf und auch am Massaker vom 7. Oktober haben UNRWA-Mitarbeiter teilgenommen.

Eine 75-minütige TV-Doku der Beetz Brothers, der preisgekrönten Produzenten Reinhardt und Christian Beetz, schildert die unselige Rolle, die das Hilfswerk im Nahen Osten spielt, und lässt dafür zahlreiche Palästinenser, Israelis, Europäer und Amerikaner zu Wort kommen. So erfährt der Zuschauer in „Unraveling UNRWA“ (Entwirrung der UNRWA) Dinge, die ihm meist vorenthalten werden – und genau das will man in Mainz offenbar nicht. Wie Bild meldete, wurde den Beetz-Brüdern abgesagt. Vorwürfe, es habe die Doku zunächst in Auftrag gegeben, weist das ZDF zurück.

Sehenswert, aber nichts fürs ZDF: die TV-Doku über die UNRWA.

Worum geht es? Es gibt ein UN-Hilfswerk (UNHCR) für alle Flüchtlinge weltweit. Es ist in 130 Ländern tätig und sucht nach dauerhaften Lösungen durch Asyl oder Neuansiedlung. Daneben gibt es noch ein zweites (UNRWA): Es ist ausschließlich für die Palästinenser zuständig, operiert nur im Gazastreifen, im Westjordanland, in Jordanien, Libanon und Syrien. 30.000 Mitarbeiter, fast sämtlich Palästinenser, unterhalten eine eigene Infrastruktur, fungieren oft de facto als staatlicher Ersatz und betreiben Schulen, Kliniken und soziale Hilfsprogramme.

Die UNRWA wurde im Dezember 1949, nach dem ersten israelisch-arabischen Krieg gegründet. Die arabischen Armeen waren vom neugegründeten Staat Israel geschlagen worden, etwa 700.000 Araber im umkämpften Land in die Nachbarländer geflohen. Doch aus dem als temporär geplanten Hilfsprogramm wurde ein dauerhaftes. Statt die Neuansiedlung in den Nachbarstaaten Libanon, Syrien, Jordanien und Ägypten zu verfolgen, tat die UNRWA das Gegenteil: Sie ließ die Palästinenser ihren Flüchtlingsstatus von Generation zu Generation weitervererben, sodass inzwischen 6 Millionen als Flüchtlinge gelten und Hilfsleistungen beziehen.

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