„Sprachlos“ sei er. Das sagt Heiner Wilmer, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz nach dem fulminanten Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt.
Man wünscht sich, das wäre wahr. Leider ist es das nicht.
Denn natürlich hat der professionelle Katholik, im Hauptberuf Bischof von Münster, sehr viel gesprochen. Viel zu viel, und fast nur dummes Zeug. Die AfD sei „nachweislich nationalistisch und völkisch eingestellt“. Für dieses Gedankengut gebe es weder im Christentum noch im Judentum oder im Islam Platz. Die Kirche werde widersprechen und sich nicht zurückziehen. So redet Deutschlands oberster Hirte beim sogenannten St.-Michael-Empfang des Katholischen Büros in Berlin.
Hätte er doch nur geschwiegen.
Schon vor der Wahl hatte Wilmer die Bürger aufgefordert, ihr „Gewissen zu schärfen“. Apodiktisch verkündete er:
„Migranten stören nicht.“
Sowas kann man sagen – wenn man keine Frau ist, nicht in öffentlichen Freibädern schwimmen geht, keine schulpflichtigen Kinder hat und den Bundeshaushalt für eine größere Küche hält.
Aber all das trifft auf einen katholischen Bischof ja zu.
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