UNO: Eine Geschichte des Scheiterns

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UNO: Eine Geschichte des Scheiterns
Bildquelle: Apollo News

Es ist die Allianz, die gerade Hitler besiegt hat und sich nun anschickt, auch Japan zu schlagen – die mächtigste Allianz der Weltgeschichte. In ihr vertreten sind vor allem freie, demokratische Staaten. „Die Vereinten Nationen kämpfen für die Freiheit“, besagt ein bekanntes Propaganda-Plakat aus dieser Zeit.

Der Krieg, der sie geschmiedet hat, geht zu Ende – doch die Köpfe des Bündnisses haben auch Pläne für die Nachkriegszeit. Die Vereinten Nationen sollen zur Institution werden und den gescheiterten Völkerbund ersetzen. Am 25. April 1945, noch vor der Kapitulation NS-Deutschlands, treffen sich Vertreter von 50 Ländern auf der Konferenz der Vereinten Nationen über internationale Organisationen im amerikanischen San Francisco. In den folgenden zwei Monaten entwarfen und unterzeichneten sie die UN-Charta, mit der die Vereinten Nationen als internationale Organisation aus der Taufe gehoben wurden – man hoffte, dass sie einen weiteren Weltkrieg wie den gerade erlebten verhindern würde. Es ist noch die Allianz der Sieger: Eine Feindstaatenklausel hält die Verlierer dieses Krieges, das Japanische Kaiserreich und das Deutsche Reich, noch offiziell als Feindstaaten fest.

Doch die UN wird immer mehr von einer Kriegsallianz zum Garanten für Weltfrieden – und übersteht eine Feuerprobe in den 50er-Jahren. Mit Rückendeckung des weltweiten Kommunismus und insbesondere aus Moskau attackierte Nordkorea den Süden – der Koreakrieg brach aus. Die Sowjetunion bemühte sich darum, den kommunistischen Bruderstaat und seinen Aggressionskrieg zu decken – doch die Mehrheit der freien Staaten in der UNO überstimmte das Veto der Russen mit einer Resolution. „United for Peace“, vereinigt für den Frieden – es sollte das einzige Mal bleiben, dass die Weltgemeinschaft das Veto eines ständigen Mitglieds des Sicherheitsrates aushebelt. Aber es war ein wichtiger Schritt. So mobilisierte der Westen unter Führung der USA mit UN-Mandat, um den Angriff der Nordkoreaner zurückzuschlagen.

Heute spricht man über den Koreakrieg als einen Konflikt zwischen Nord- und Südkorea sowie den USA und China – vergessen scheint, dass die UN-Truppen in Korea aus 16 Ländern aus aller Welt stammten. Wenn sie auch unter US-Kommando kämpften tausende Türken, Philippinos, Thailänder, Kolumbianer oder Griechen.

Nach jahrelangen, brutalen Kämpfen wurden die Kommunisten zurückgedrängt, Südkorea blieb frei. Es sollte eine der Sternstunden der UN sein – und auch eine der letzten.

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