Großbritanniens Premierminister will nicht abtreten

vor 2 Monaten

Großbritanniens Premierminister will nicht abtreten
Bildquelle: Tichys Einblick

„Ich habe es verstanden. Ich fühle es. Und ich übernehme Verantwortung.“ Das entgegnet Labour-Chef Keir Starmer seinen Kritikern im Volk und in der eigenen Partei.

Wohl selten hat ein britischer Premierminister seine eigenen Worte so schnell Lügen gestraft. Denn noch in seiner von der BBC live gestreamten Rede, nur wenige Minuten nach dem oben zitierten Satz, zeigt er dem Publikum:

Er hat nichts verstanden. Er fühlt wenig. Und ganz sicher will er keine Verantwortung übernehmen.

Starmers Redenschreiber und seine PR-Berater geben sich alle Mühe, aus dem 63-jährigen Juristen, Oxford-Absolventen und von der verstorbenen Königin Elisabeth in den Ritterstand erhobenen „Sir“ einen Mann des Volkes zu machen.

Den aufwändig angekündigten Auftritt vor ausgewählten Claqueuren bestreitet er im offenen Hemd, ohne Krawatte, mit hochgekrempelten Ärmeln. Das soll signalisieren: Ich bin einer von Euch, und ich packe an.

Es ist beinahe eine politische Travestie-Nummer.

Denn Starmer ist kein Politiker. Er ist ein Bürokrat durch und durch, der Prototyp eines steifen Juristen. Immer wirkt er wie ein Behördenleiter, der sich in die Regierungszentrale verlaufen hat. Ihm fehlt sowohl die politische Fantasie als auch die persönliche Statur, um Politik zu machen. Starmer ist ein besserer (oder auch schlechterer) Verwaltungsbeamter, aber kein Premierminister.

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