Die britischen Medien sind in Aufruhr, von links bis rechts, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Am Montag wurde das Urteil im Fall Vickrum Digwa gesprochen, der auch ein Fall Henry Nowak ist, je nach dem, ob man sich auf den Täter oder das Opfer konzentriert.
Im selben Zuge wurde auch das Video aus der Tatnacht im letzten Dezember veröffentlicht – nicht zuletzt auf Druck der Öffentlichkeit hin. Das Video zeigt genau jene erschreckenden Details, die zuvor bereits in Online-Posts zitiert wurden. Die Tweets haben nicht gelogen.
Eines der wichtigsten Details: Henry Nowak wurde von den Polizisten in einem Zustand vorgefunden, in dem er sich schon nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Und daran war keine Betrunkenheit schuld, die der Täter und sein Bruder nur erfunden hatten, um Henry vor der Polizei anzuschwärzen. Es war die Folge des Messerangriffs mit einem 21 Zentimeter langem Dolch.
Der Sikh Vickrum Digwa hatte den jungen Studenten Nowak dreimal von vorne, auch in die Brust, und dreimal von hinten in die Beine gestochen. Für die rituellen Messer der Sikhs gilt in Großbritannien eine Ausnahmegenehmigung, so wie sie auch ihre Turbane tragen dürfen, selbst wenn sie im Polizeidienst sind.
Henry Nowak sagte es den Beamten selbst, dass man ihn niedergestochen habe. Aber die Beamten glaubten ihm nicht, hatten nur die Version des Täters im Kopf und hielten Henry für einen Betrunkenen und Ruhestörer.
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