Beurteilen Welterklärer, Journalisten und Analytiker öffentliche Personen danach, ob sich die so benehmen, kleiden und ausdrücken, wie sie persönlich es als angebracht fänden, lenken sie sich mit dem WIE selbst vom wesentlichen WAS ab. Verständlich ist das, weil jeder versucht ist, andere unbewusst durch seine Schablone zu sehen. Der Urteilsqualität klarer Denker und scharfer Analytiker ist das leider abträglich. Die Geschichte kennt niemand, der wahrhaft Großes verändert oder geschaffen hat und sich dabei großbürgerlich kultiviert verhielt: von Heerführern über Herrscher, Dichtern und Komponisten, Malern und Kaufleuten, Unternehmern und Wissenschaftlern.
Was bei Künstlern aller Arten als exzentrisch akzeptiert ist, gilt bei Politikern, die man nicht mag, als verpönt. Im Gespräch mit Holger Douglas hat Laszlo Trankovits sehr fein den Abgrund benannt zwischen den unter sich höflichen Herren unserer Zeit von Macron über Starmer bis Merz und ihrem abschätzigen bis rücksichtslosem Umgang mit Bürgern, die nicht ihrer Meinung sind oder gar kritisch. Aufmucken will die Nomenklatura verhindern durch die Abschaffung des öffentlichen Diskurses. Finanzieren will sie es wie alle Umverteiler durch das hemmungslose Auspressen derer, die trotzdem brav arbeiten.
Wie wenig bis nichts Wahlen ändern (können), haben viele Beiträge verschiedener Autoren auf TE beschrieben. Stimmungsveränderungen geben die Ergebnisse von Umfragen und Wahlen allemal wieder. 2026 gibt’s dazu viel Gelegenheit. Es beginnt mit den Landtagswahlen in Baden-Württemberg in sechs Wochen.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










