Thorizon plant Schmelzsatzreaktor in den Niederlanden

vor 7 Monaten

Thorizon plant Schmelzsatzreaktor in den Niederlanden
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Niederlande haben einen erstaunlichen Wandel in Sachen Kernenergie hingelegt. Vor wenigen Jahren war diese Technik noch verpönt. Der letzte Reaktor Borssele sollte 2004 abgeschaltet werden. Die Notwendigkeit, die CO2-Emissionen mit der Zeit auf Null zu reduzieren, führte stattdessen dazu, die Laufzeit des Reaktors, der weitgehend baugleich ist mit dem längst abgerissenen in Stade an der Unterelbe, bis 2034 zu verlängern.

Gleichzeitig plant das Land, ein großes Kernkraftwerk zu errichten, vielleicht sogar zwei, sowie eine ganze Reihe von Small Modular Reactors, also kleine Anlagen. Selbst Schiffe mit Atomantrieb sind auf der Agenda.

Und jetzt steht das Land sogar vor eine Weltpremiere. Thorizon mit Sitz im niederländischen Amsterdam und im französischen Lyon, will dort einen Schmelzsalzreaktor bauen. Dieses Konzept ist in der Frühzeit des Kernkraftwerksbaus vereinzelt realisiert worden, aber schließlich nicht ernsthaft weiterverfolgt worden, außer von Thorizon. Der Plan ist, spätestens 2030 eine kleine Anlage fertigzustellen, die zwar mit nuklearem Brennstoff betrieben wird, aber keinen Strom erzeugt. Die produzierte Wärme soll industriell genutzt oder in ein Fernwärmenetz eingespeist werden.

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