Totale Kontrolle: Telegram-Gründer kritisiert spanische Online-Pläne

vor 6 Monaten

Totale Kontrolle: Telegram-Gründer kritisiert spanische Online-Pläne
Bildquelle: Tichys Einblick

Das Thema gewinnt weltweit an Fahrt: Erst machte Australien mit der verpflichtenden Altersverifikation Schlagzeilen. In Großbritannien gilt dazu schon der Online Safety Act und lässt die Nutzung von VPN-Diensten durch die Decke gehen.

Die französische Regierung will noch vor Ende des Jahres ein Social-Media-Verbot für Unter-15-Jährige verabschieden. In Deutschland fordert der CDU-Landesverband Schleswig-Holstein in einem Antrag für den CDU-Parteitag ein Verbot von Social Media für Kinder unter 16 Jahren. Und im Hintergrund ist wieder einmal die EU-Kommission tätig. Sie hat eine „Mini-Wallet“ für die Altersverifikation im Netz entwickelt, die derzeit in verschiedenen Ländern, darunter Dänemark, Frankreich und Spanien, getestet wird.

Nun sorgt eine Nachricht aus Spanien für Aufsehen. Pawel Durow hat einen Rundbrief in die spanische Telegram-Gemeinde geschickt, in dem er ein ganzes Bündel an Maßnahmen zur Online-Überwachung kundmacht und zugleich scharf kritisiert: „Die Regierung von Pedro Sánchez treibt gefährliche neue Vorschriften voran, die Ihre Freiheiten im Internet bedrohen“, so beginnt die Botschaft des Telegram-Chefs.

In der Tat hat Sánchez am Dienstag ein Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige angekündigt. Damit will der sozialistische Ministerpräsident angeblich den „digitalen Wilden Westen“ beenden. Schon seit 1999 gilt in Spanien eine Zustimmungspflicht für die Eltern von Unter-14-Jährigen, wenn diese ihre Daten in sozialen Netzwerken preisgeben wollen. Das Neue ist nun, dass Sánchez ein generelles Social-Media-Verbot für alle unter 16 Jahren einführen will.

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