Wie sich die SZ mit einem Artikel über den angeblichen Mangel an Spitzenköchinnen blamiert

vor 6 Monaten

Wie sich die SZ mit einem Artikel über den angeblichen Mangel an Spitzenköchinnen blamiert
Bildquelle: Tichys Einblick

Nein, Pardon wird nicht gegeben, wenn es um die endgültige Niederringung des Patriarchats geht, das sind Feministinnen gnadenlos. Das gilt auch für die Spitzengastronomie, wo in der Regel Männer den Ton angeben. Die Gründe dafür liegen vor allem in der unterschiedlichen körperlichen Beschaffenheit von Männern und Frauen in einer Branche, die so hart ist, wie kaum eine andere, psychisch und physisch. Und solange Männer noch Männer, Frauen noch Frauen sind, wird sich daran nicht allzu viel ändern. Warum gibt es eigentlich keine Drahtflechterinnen am Bau, weibliche Gerüstbauer, kaum weibliche Metzger oder Stahlkocher? Punkt, Ende der Debatte.

Doch das Thema ist natürlich immer wieder einen Aufreger wert, vor allem in Organen wie der Süddeutschen Zeitung (SZ), die merkwürdigerweise der „Genussredakteurin“ des längst unterhalb der Wahrnehmungsschwelle dümpelnden Magazins „Stern“ in ihrer Wochenendausgabe Platz für eine Abrechnung mit der männerlastigen Sterneküche eingeräumt hat. Vielleicht war ihrem Hamburger Arbeitgeber die Story einfach zu dünn, sodass sie sich an die Kollegen der fast noch wokeren SZ wandte, die das längliche Stück, ausgesprochen unüblich, als „Gastbeitrag“ ins Blatt hoben.

Darin kommt die Journalistin Denise Snieguolé Wachter noch einmal auf den Fall des ehemaligen bayerischen Drei-Sterne-Kochs Christian Jürgens zu sprechen, der nach einem reißerischen „Spiegel“-Artikel Knall auf Fall entlassen wurde. Er habe, so die damaligen Vorwürfe, Mitarbeiter schikaniert und belästigt, die Staatsanwaltschaft ermittelte – ohne Ergebnis. Jürgens machte schwere Zeiten durch, später bekannte er sich in Interviews zu einem großen Teil dieser Vorwürfe, die niemals vor Gericht kamen, und entschuldigte sich für sein Verhalten.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Tichys Einblick

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Tichys Einblick zu lesen.

Weitere Artikel