Die weiterhin „fragile Lage“ im Land, das sich mehr als ein Jahrzehnt nach Beginn des Bürgerkriegs noch immer im Wiederaufbau befindet, wird von der Regierung in Damaskus nun erneut als Argument gegenüber den Asyl-Ländern wie Deutschland und Österreich benutzt: Eine schnelle Rückkehr tausender Menschen könnte die humanitäre Situation in Syrien zusätzlich verschärfen.
Der Direktor für konsularische Angelegenheiten im syrischen Außenministerium, Mohammed Yaqub al-Omar, appellierte an die deutschen Behörden, „Geduld zu zeigen“. Syrien benötige mehr Zeit, um die grundlegende Infrastruktur wiederherzustellen und sichere Lebensbedingungen zu schaffen, meinte er gegenüber Focus. Viele Städte und Regionen seien weiterhin von Zerstörungen geprägt. Wohnungen, Schulen, Straßen und Stromversorgung seien in zahlreichen Gebieten nur eingeschränkt vorhanden – deshalb sei es derzeit schwierig, größere Gruppen von Rückkehrern zu integrieren.
Nach Angaben der syrischen Regierung leben noch immer große Teile der Bevölkerung in provisorischen Unterkünften. Besonders im Norden des Landes befinden sich1,5 Millionen Menschen in Zeltlagern. Eine massenhafte Rückkehr aus Europa könnte dazu führen, dass viele Heimkehrer zunächst ebenfalls in solchen Lagern untergebracht werden müssten. Die syrische Übergangsregierung arbeitet nach eigenen Angaben daran, bessere Voraussetzungen zu schaffen, um Landsleute künftig wieder aufnehmen zu können, doch dieser Prozess werde Zeit in Anspruch nehmen.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










