Eine Studie der Arbeitsgruppe Infraschall sieht in Kommunen mit hoher Windraddichte eine Korrelation mit einem signifikant erhöhten Risiko für Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz. Die Autoren der Studie sind Oliver Dietz und Professor Christian-Friedrich Vahl, die ihre Ergebnisse im April auf dem Kongress der Gesellschaft für Innere Medizin präsentierten, wie das Westfalen-Blatt berichtet. Ein Verband für erneuerbare Energien äußert hingegen Zweifel und wirft den Autoren Politisierung vor.
Vahl und Dietz untersuchten die Kommunen Borchen und Lichtenau im Kreis Paderborn als stark betroffene Gebiete sowie Hövelhof und Delbrück als Vergleichsgruppe. Die Studie wertete Daten von 2021 bis 2024 aus und umfasste insgesamt 70.000 Patienten. Vahl betont, dass bei der Gruppenauswahl auf vergleichbare Parameter wie Alter, Geschlecht, Klima und sozioökonomische Faktoren geachtet wurde. Die Region Paderborn sei das einzige Gebiet gewesen, das alle statistischen Eingangskriterien erfüllt habe.
Die beiden Forscher kamen zu dem Schluss, dass in den windraddichten Kommunen Borchen und Lichtenau die Neuerkrankungsrate bei Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen im Vergleich zu Hövelhof und Delbrück hochsignifikant erhöht ist. In den weniger betroffenen Vergleichskommunen blieben die Fallzahlen hingegen auf Normalniveau.
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