Aktuell hat die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet, der Iran habe den Schiffsverkehr durch die wichtige Meerenge aus Protest über die israelischen Angriffe im Libanon wieder eingestellt. Nach Angaben von Fars passierten nur zwei Öltanker die Straße von Hormus seit Beginn der Waffenruhe.
Die Situation für alle Industriestaaten verschärft sich nun dramatisch: Die aktuelle Ölkrise infolge des Krieges im Nahen Osten und der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus entfaltet ihre volle Wucht nämlich mit Verzögerung – weil Öl mit Schiffen transportiert wird, die langsam über die Weltmeere ziehen. Diese Verzögerung ist der Grund, warum viele die Versorgungssituation in den kommenden Monaten noch falsch einschätzen, warnen die Analysten von Armstrong Economics auf X.
Vor Ausbruch des Krieges der USA und Israels gegen den Iran flossen täglich 20,7 bis 20,9 Millionen Barrel Rohöl, Kondensat und Erdölprodukte durch die Straße von Hormus – darunter etwa 14,7 Millionen Barrel Rohöl und Kondensat sowie 6,1 Millionen Barrel Produkte. Die Internationale Energieagentur (IEA) spricht inzwischen von der „größten Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes“. Die Durchflussmengen sind auf ein Rinnsal geschrumpft, Golf-Staaten haben ihre Förderung um mindestens 10 Millionen Barrel pro Tag gedrosselt, und nahezu 20 Millionen Barrel tägliche Exporte sind ausgefallen.
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