Es ist Krieg im Iran. Im Propagandanebel fällt es schwer, Wahrheit von Fiktion zu trennen, KI-Material von echten Bombeneinschlägen zu unterscheiden und hinter den sorgsam geknüpften Vorhang aus medialer Meinungsmache und nationalem Interesse zu blicken. Und dennoch wollen wir an dieser Stelle einen Versuch wagen, die jüngsten Ereignisse auf dem geopolitischen Schachbrett einzuordnen.
Eine der unmittelbaren Konsequenzen der Sperre der Straße von Hormuz ist eine fatale Wirkungskette im Energiesektor. Unternehmen wie QatarEnergy sehen sich gezwungen, ihre Produktion von Gas und Petroleum herunterzufahren. Raffinerien werden stillgelegt, und Tanker können die erzeugten Mengen nicht mehr abtransportieren. Die physische Logistik des Energiemarktes gerät damit ins Stocken – mit Folgen, die weit über die Region hinausreichen.
An den Märkten reagiert man entsprechend nervös. Sowohl am Spotmarkt als auch an den Terminbörsen ziehen die Preise unaufhörlich an. Zum Schluss des New Yorker Handels notierte das Barrel WTI-Öl bei rund 93 Dollar – ein Anstieg von beinahe zwanzig Prozent seit der amerikanisch-israelischen Intervention gegen das iranische Ayatollah-Regime.
Hektische Betriebsamkeit herrscht seit einer Woche in Brüssel. Die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen simuliert medienwirksam, was letztlich kaum mehr sein kann als politisches Schattenboxen: den Versuch, ein Knappheitsproblem zu lösen, das sich mangels eigener Produktion nicht aus der Welt schaffen lässt. Entsprechend diskutieren die Mitgliedstaaten derzeit gemeinsame Einkaufsverbünde sowie altbekannte Instrumente wie Kostenzuschüsse und Subventionen für energieintensive Betriebe – das übliche Instrumentarium also, das bereits mehrfach zum Einsatz kam. Anders formuliert läuft vieles auf eine massive Schuldenaufnahme hinaus, die kurzfristig die Folgen der Hormuz-Sperrung lindern soll.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










