Der Stern hat es wieder getan. Nach dem skandalösen Artikel, in dem VW-Arbeiter als „Made im Speck“ diffamiert wurden – ein Ausdruck tiefster Geringschätzung gegenüber Menschen, die ihr Leben lang im Schichtdienst und unter industriellen Belastungen gearbeitet haben –, richtet sich die Verachtung des Hamburger Magazins nun gegen die nächste Berufsgruppe: die Bäcker.
In einem aktuellen Beitrag unterstellt der Stern den Bäckereien des Landes pauschal, sie würden die Preise „seit Jahren immer weiter rauf treiben“ – und manche würden sich dabei schlichtweg „die Taschen voll machen“.
Diese Aussage ist nicht nur zynisch, sie ist ein Tiefpunkt. Denn sie trifft eine Branche, die in den letzten Jahren unter der Last der explodierenden Energiepreise, wachsender Bürokratie, steigender Lohnnebenkosten und existenzbedrohender wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in die Knie gegangen ist. Ein rein gequetschtes „geschätzte“ vor Handwerker ist vergiftet.
Zahllose Betriebe haben geschlossen, Traditionsunternehmen aufgegeben, andere kämpfen täglich ums Überleben – das belegen zahlreiche Berichte quer durch die Republik. Doch das scheint beim Stern nicht viel zu zählen – oder man ignoriert es bewusst. Anders ist eine solch miese Aussage „sich die Taschen vollzumachen“ nicht zu erklären. Zumal „sich die Taschen vollmachen“ als Kriterium und Kritik vom Stern nach oben hin, sagen wir es wohlwollend, deutlich in Grenzen hält, während man Modestrecken mit Luisa Neubauer oder grün-zugetane Gefälligkeitsportraits der grünen Polizistenhasserkartoffel Jette Nietzard bringt.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










