Investitionsstopp bei Stellantis. Wenigstens in Deutschland. Der europäische Automobilkonzern, der unter seinem Dach unter anderem die Marken Opel, Peugeot und Citroën fertigt, wendet sich von seinen europäischen Standorten ab. Am Montag kündigte das Unternehmen an, über die kommenden vier Jahre 13 Milliarden US-Dollar in den Standort USA zu investieren und die amerikanische Fertigung um 50 Prozent auszubauen. 5000 neue Arbeitsplätze sollen in den Werken in Illinois, Ohio, Michigan und Indiana entstehen.
Welche konkreten Folgen dies für die deutsche Produktion haben wird, ist derzeit unklar. Stellantis äußerte sich nicht zu einem möglichen Arbeitsplatzabbau. Doch ist wohl davon auszugehen, dass große Teile der Produktion in den kommenden Jahren in die USA verlagert werden. Hohe Energiekosten und der massive Zolldruck der Vereinigten Staaten dürften zu dieser Entscheidung beigetragen haben.
CEO Antonio Filosa kommentierte, dass mit diesem größten Investment in der Firmengeschichte nun amerikanische Jobs geschaffen werden und die Fertigung der Firma in den USA systematisch ausgebaut werde. Die USA besitzen künftig Top-Priorität für Stellantis, so Filosa.
Stellantis’ fatales Verdikt, das sich vor allem gegen den deutschen Produktionsstandort richtet, ist nur die Spitze des Eisbergs einer beschleunigten Kapitalflucht vom Wirtschaftsstandort Deutschland. Gerade deutsche Automobilkonzerne verlagern ihre Produktion immer schneller ins Ausland: BMW etwa nach Debrecen in Ungarn – und Mercedes Benz gleichfalls nach Ungarn, genauer nach Kecskemét.
PUTINS KRIEG: Ukraine im Wettlauf gegen die Zeit! Russen erkämpfen sich die Überhand zurück | STREAM










