Nicht nur in Irland, Norwegen, Großbritannien und Frankreich, auch in Deutschland regt sich neuerdings der Protest der Autofahrer. Auch hierzulande liegen die Benzin- und Dieselpreise noch immer deutlich über der Zwei-Euro-Marke. Für viele Branchen sind die klappernden Zahlen an der Tankstelle eine Überlebensfrage.
Und so startete am Freitag um 9 Uhr in Emden ein Konvoi mit 25 Fahrzeugen. Über Cloppenburg, Nienburg, Celle und Gifhorn ging es Richtung Osten. Der Name der Aktion: „17.04.2026 Generalstreik – Von Emden nach Berlin mit 50 km/h“. Das langsame Tempo ist wichtig und das zentrale Signal, mehr erlauben die aktuellen Preise nicht mehr. Sebastian Bormann, Landschaftsgärtner aus Emden, hat die Aktion angemeldet und über soziale Netzwerke organisiert. Zu seinen Gründen sagt er, dass die „ganzen Kosten einfach immens hoch“ seien: „Und da platzt uns als Bürgern natürlich irgendwann die Hutschnur.“
Ein Unterschied zu Irland fällt allerdings ins Auge: Dem Veranstalter wurde von den Behörden untersagt, Autobahnen zu nutzen. Und man hielt sich dran. Es ging also mit 50 Kilometern pro Stunde über Bundesstraßen. Insofern bleibt dieser „Generalstreik“ eher auf einer symbolischen Ebene bei minimalem Widerstandspotential. Nichts desto weniger ist das ein Anfang in der Rebellions-Einöde Deutschland.
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