Sonntag, kurz nach 15 Uhr, an der Spreetreppe gegenüber dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Der Himmel ist grau, ein leichter Wind zieht durch die Straßen. Ein gelb-blaues Banner mit der Aufschrift „Kernkraft kommt wieder!“ wird links von einem älteren Mann getragen, der eine Cap mit der Aufschrift „Nuklearia“ trägt, und rechts von einem jungen, braunhaarigen Mädchen. Der Mann hält in seiner rechten Hand zusätzlich eine Flagge mit der Aufschrift „Kernkraft? Ja bitte!“. Vor den beiden liegt ein weiteres Plakat auf dem Boden. Darauf steht: „Mit der Lupe ins BASE schauen“. Etwa fünf bis acht Unterstützerinnen und Unterstützer des Vereins Nuklearia e. V. stehen verstreut am Ort des Geschehens – ruhig, freundlich, ohne Trillerpfeifen, ohne Lautsprecher. Einige unterhalten sich mit Passanten oder lächeln ihnen zu.
Eine der auffälligsten Personen: Britta Augustin. Schulterlange blonde Haare, klarer Blick, blaugrüne Augen. Ihre Stimme ist ruhig, aber fest, wenn sie mit Interessierten spricht. Sie wirkt insgesamt ansprechbar, sachlich und klar in ihrer Haltung.
Das Sommerinterview mit dem Grünen-Vorsitzenden Felix Banaszak ist um 15 Uhr schon längst vorbei. Die Bühne, auf der es stattfinden sollte, ist verschwunden. Fast alles ist abgebaut. Nur die Metallkonstruktionen, die die Bühne gebildet haben, stehen noch. Übrig bleiben nur die Demonstranten. Laut Veranstaltern hatten sich bereits gegen 12 Uhr erste Teilnehmer eingefunden – in der Annahme, das Interview beginne wie angekündigt um 16 Uhr. Auch der offizielle ARD-Livestream kündigte den Sendetermin so an. Doch das Gespräch wurde bereits am Vormittag aufgezeichnet – ohne vorherige öffentliche Information. Selbst das anwesende dpa-Team mit Kamera- und Fotoausstattung vor Ort war offenbar nicht informiert.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










