„Oh… Uff…“ Mit dieser Antwort ist eigentlich alles gesagt. Es ist die Antwort von CSU-Chef Markus Söder, der sich irgendwie positiv über den Noch-Kanzler Olaf Scholz und seinen Auftritt wenige Minuten zuvor äußern soll. Eine Herkulesaufgabe, ganz klar, nicht nur für einen Mann der Opposition. Söder löst die Aufgabe halbherzig und scheindiplomatisch: „Ich fand’s positiv, dass er versucht, eine Art Gefühlsregung zu zeigen.“ Doch dabei agiere Scholz „überschießend“. Söder: „Es wirkte so wie im Film ‚Ich, einfach unverbesserlich‘. Ich, ich, ich. Aber er hat sich immerhin bemüht.“
Klingbeil, nach einem Lob zu Friedrich Merz gefragt, ist mit ganz wenig zufrieden, so wie es einer Partei zusteht, die aktuell bei etwa 15 Prozent herumdümpelt. Merz habe gesagt, während der Ampelregierung sei „nicht nichts“ passiert. „Das ist ja schon fast ein Kompliment.“
Schnell ist klar: Dieser Sendeabend geht exakt so weiter, wie er um 20.15 Uhr begonnen hat. In Zeiten einer drohenden Einheitspartei, die „alle demokratischen Kräfte der Mitte“ vereint, was auch immer das sein soll, in diesen Zeiten sind sich alle wahnsinnig grün (und das im besten bzw. schlimmsten Sinne des Wortes). Will heißen: Markus Söder und Lars Klingbeil verstehen sich mindestens so gut wie Olaf Scholz und Friedrich Merz. Keiner will dem anderen wirklich weh tun.
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