Die Messe ist gelesen. Franziskus ist am Samstag in Santa Maria Maggiore zu Grabe getragen worden. Während im Hintergrund die Kardinäle im Vorkonklave über die Zukunft der Kirche beraten, rückte die Politik auch in der Form der anwesenden Staats- und Regierungschefs in den Vordergrund – leider nicht nur in repräsentativer Funktion.
Schon in den vergangenen Tagen hatte sich eine merkwürdige Event-Kultur um den toten Papst gebildet. Ein Selfie mit der pontifikalen Leiche war dieser Tage ein Muss. Nach Trastevere und Kolosseum noch ein kleiner Schlenker nach Sankt Peter, um ein Foto abzugreifen, bei dem nicht etwa der Tote, sondern die eigene Präsenz im Mittelpunkt stand
Ähnlich geschmackvoll zeigten sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Ein gemeinsames Grinsen, ein gemeinsames Selfie bei der Landung in Rom. Man ist schließlich auf dem Weg zu einer Beerdigung – das muss gefeiert werden. Söder, in Ermangelung eines Fotos mit Franziskus – derzeit beliebtester Sport in den sozialen Medien ist das Herauskramen einer gemeinsamen Erinnerung mit dem verblichenen Pontifex – musste noch einmal auf dem Petersplatz zeigen, worum es vor allem ging: um ihn selbst.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










