Neues Selbstbewusstsein: Ist der Konservatismus doch noch zu retten?

vor 8 Monaten

Neues Selbstbewusstsein: Ist der Konservatismus doch noch zu retten?
Bildquelle: Tichys Einblick

„Die Wahrheit ist wie ein Löwe. Man muss sie nicht verteidigen. Lass sie los, und sie wird sich selbst verteidigen“, zitiert die Politologin Monika Bartoszewicz den heiligen Augustinus und setzt nach: „Release the lions!“. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass auf dieser Konferenz Worte des Kirchenlehrers erklingen.

Unter dem Titel Battle for the Soul of Europe hatte das Mathias Corvinus Collegium Brussels in die belgische Hauptstadt geladen, um angesichts der Krise, die sowohl die Europäische Union als auch den gesamten Kontinent erfasst hat, Lösungsansätze zu entwickeln.

Aus deutscher Perspektive überrascht, mit welcher Selbstverständlichkeit „Konservatismus“ hier seinen Platz unter den politischen Ausrichtungen einforderte. Und zwar nicht als Mahner und Warner, sondern als Problemlöser.

Denn „klassischer“ Konservatismus kann hierzulande als tot gelten. Und das liegt nicht nur an dem Linksruck, der sich unter Angela Merkel vollzogen hat. Wäre die Partei nicht bereits vorher von ihrem Wesenskern abgerückt, wäre eine Neupositionierung in dieser Radikalität kaum möglich gewesen.

Die AfD, die als Fundamentalopposition unzufriedene Wähler aller Lager anzieht, ist in ihrem Wesen keineswegs konservativ, auch wenn sie nach wie vor heimatlos gewordenen Christdemokraten Unterschlupf bietet. Die Partei vereint unterschiedlichste und teils unvereinbare politische Überzeugungen, derzeit noch ausreichend konsolidiert durch den Druck, der von außen auf sie einwirkt.

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