Am Dienstag hat ein 44-Jähriger im Bahnhofsviertel in Frankfurt am Main einen Polizisten mit einem spitzen Gegenstand verletzt. Trotz mehrfacher Aufforderung, den Gegenstand niederzulegen, und der Androhung des Schusswaffengebrauchs ging er weiter auf die Beamten zu. Es kam zur Abgabe mehrerer Schüsse durch die Polizisten, wodurch der Mann schwer verletzt wurde. Wie das Hessische Landeskriminalamt am Mittwoch mitteilte, war der 44-Jährige nicht Teil von Kontrollmaßnahmen zur Kriminalitätsbekämpfung. Es soll sich laut Polizei um einen serbischen Staatsbürger handeln.
Am Dienstag fand die 56. Großkontrolle im Umfeld des Bahnhofs statt. Bei dem kontrollierten Bereich handelt es sich um eine Waffenverbotszone. Zugleich ist das Gebiet auch als Hotspot für Drogendelikte bekannt. Die beiden Polizisten waren Teil der Einsatzmaßnahmen „BAO Bahnhof“ und befanden sich auf dem Rückweg zu ihrem Streifenwagen, als es zu dem Vorfall kam. Der Polizist, der angerempelt wurde, wurde an der Hand verletzt.
Nachdem der Mann angeschossen worden war, wurde er von Polizisten erstversorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Es bestand keine Lebensgefahr. Gegen den mutmaßlichen Serben wurde ein Verfahren wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Auch wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung wird ermittelt.
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