In Gelsenkirchen, der ärmsten Stadt Deutschlands, werden Schrottimmobilien gezielt an Roma aus Bulgarien und Rumänien vermietet, wie die Zeit in einer Reportage berichtet. Um die Roma aus ihrer Armut in Osteuropa nach Gelsenkirchen zu locken, nutzen die Vermieter verschiedene Mittel. Dazu zählen Flugblätter, die in den Dörfern der Roma verteilt werden, ebenso wie TikTok-Kampagnen zur Anwerbung der Roma.
Die Eigentümer der Schrottimmobilien, die dieses Geschäft mit der Armut betreiben, hätten demnach in der Regel türkische oder arabische Nachnamen. Teilweise wechseln die Eigentümer regelmäßig ihre Adressen oder haben ihre Adresse gleich im Ausland. Für die Behörden in Gelsenkirchen sind viele der Vermieter von Schrottimmobilien nicht greifbar, da sie auch nicht auf Briefe der Stadt reagieren.
Um die Wohnungen finanzieren zu können, sind die Roma meist auf das Jobcenter angewiesen. Als Bürger der Europäischen Union ist es für sie einfacher als für Nicht-EU-Bürger, Sozialleistungen in Deutschland zu bekommen. Sie brauchen lediglich einen Job. Dazu werden den Roma auch gefälschte Arbeitsverträge vermittelt. Für Vermieter sind insbesondere kinderreiche Familien attraktiv: Je größer die Bedarfsgemeinschaft, desto höher fallen in der Regel die Sozialleistungen aus – und damit auch die möglichen Mieteinnahmen.
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