An der Universität Siegen wird ein KI-Roboter für Demokratietrainings mit Schülern eingesetzt. Wie die Siegener Zeitung berichtet, trainieren Jugendliche dabei Gespräche mit einem simulierten „rechten Onkel“ auf Familienfeiern. Der Roboter namens „Navel“ übernimmt rassistische und rechtspopulistische Positionen, auf die die Schüler argumentativ reagieren sollen.
„Ihre ganze Art passt einfach nicht zu uns. Sie nehmen uns die Jobs weg. Was ist daran fair? Ausländer raus. Das ist, was uns beschäftigen sollte“, sagt Roboter Navel zu Doktorandin Nora Hille. Diese erwidert Sätze wie: „Aber viele Ausländer übernehmen doch wichtige Aufgaben in unserer Gesellschaft“; „Wie meinst du das? Die machen doch nur die Jobs, die keiner will.“ Auf die Frage „Und die Kriminalität?“ antwortet sie: „Statistiken zeigen, dass Ausländer überhaupt nicht krimineller sind als Menschen, die hier wohnen.“
Diese Gesprächsszene zwischen dem KI-gesteuerten Roboter Navel und der Siegener Doktorandin Nora Hille schildert die Siegener Zeitung in einem Bericht über das Projekt. Doktorandin Hille hat es gemeinsam mit dem Aktiven Museum Südwestfalen und dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Neunkirchen ins Leben gerufen. Die Idee sei aus Gesprächen mit Schülern entstanden, die von rassistischen Aussagen im Alltag und in der Familie berichtet hätten.
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